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Kleine Kostbarkeiten

Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Diamant als Krönung des Verlobungs- oder Eherings. Als echter Klassiker unter den Edelsteinen steht er für die Liebe und ihre Unvergänglichkeit.

Jeder Stein ist anders und besticht durch seine individuelle Form und Farbe, sein Funkeln und seinen Glanz. Doch wie erkennt man den tatsächlichen Wert eines Diamanten? Für die Bestimmung der Hochwertigkeit eines solchen Edelsteines sind die vier „C“ ausschlaggebend: Carat (Größe und Gewicht), Clarity (Reinheit), Color (Farbe) und Cut (Schliff).

Größe und Gewicht
Mit dem Begriff Karat wird nicht nur der Reinheitsgrad von Gold angegeben, sondern auch die Größe bzw. das Gewicht von Edelsteinen gemessen. Ein Karat entspricht demnach 0,2 Gramm bzw. 100 Punkten. Ein Diamant von 75 Punkten hat also ¾ Karat und ist 0,15 g schwer. Es gibt kein einheitliches, internationales Zeichen zur Angabe der Karat, häufig wird „kt“ oder „ct“ verwendet.

Reinheit
Der Edelstein besteht aus Kohlenstoff. Je reiner der Diamant ist, das heißt je weniger natürliche Einschlüsse sich darin befinden, desto wertvoller ist er. Denn je weniger dieser Merkmale sich im Inneren des Steines befinden, desto besser kann das Licht durch ihn dringen und desto stärker strahlt er. Man unterscheidet nach lupenrein (if), mit winzigen Einschlüssen (vvsi), mit sehr kleinen Einschlüssen (vsi), mit kleinen Einschlüssen (si) und mit deutlichen Einschlüssen (p).


Farbe
Diamanten gibt es in nahezu allen Farben. Durch Einschlüsse unterschiedlicher Materialien sind naturgefärbte Steine zu finden, aber durch Bestrahlung lassen sich Färbungen auch intensivieren. Zusätzlich gefärbte Steine müssen als solche gekennzeichnet werden. Als besonders hochwertig gelten farblose Steine, da sie sehr rein sind. Die unterschiedlichen Abstufungen von hochfeinem Weiß bis getönt werden mit den Buchstaben D für „sehr hochfeines Weiß“ bis Z für „getönt“ bezeichnet. Zudem wurden unterschiedliche Namen für die Reinheitsbezeichnung gefunden. Besonders klar scheint ein so genannter River, gefolgt von Wesselton, Crystal und schließlich Cape.


Schliff
Wichtig für den Wert eines Steines ist auch der Schliff, nicht zu verwechseln mit der Form. Vom Schliff eines Diamanten hängt es nämlich ebenfalls ab, wie stark er das Licht reflektiert und ob er schön funkelt. Besonders häufig treten Brillant-, Prinzess-, Smaragd-, Tropfen-, Navette- und Ovalschliff auf. Beim Brillantschliff wird eine runde Form mit insgesamt 56 Facetten aus dem Diamanten herausgearbeitet. So entsteht ein besonders stark funkelnder Stein, der Brillant.


(Ausg. 04/2008)




Diamanten
1 Baguette-Schliff
2 Herzschliff
3 Tropfen-Schliff/Pear Shape
4 Marquise/Navette-Schliff
5 Emerald-Cut/Smaragd-Schliff
6 Full Cut/Brillant-Schliff
7 Ovalschliff

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