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Kunstwerke mit Tradition
Hochzeitstorten können wahre Kunstwerke sein, aber man sollte nicht vergessen, dass sie auch schmecken sollten. Bereits im antiken Rom wurde zur Hochzeit ein Mandelkuchen gebacken. Die Hochzeitstorte in ihrer heutigen Form entstand erst im 19. Jahrhundert, zunächst vermutlich in England.
Die sechs wichtigsten Bräuche rund um die Hochzeitstorte<
1. Das Brautpaar fertigt die Torte nicht selbst. Entweder man überlässt es einem Konditor oder Freunde und Verwandte übernehmen diese Aufgabe.
2. Bei einer fünfstöckigen Torte symbolisieren die fünf Etagen: Geburt, Kommunion bzw. Konfirmation, Heirat, Kinderreichtum und Tod.
3. Das Brautpaar küsst sich über der Hochzeitstorte, ohne sie zu berühren oder umzustossen. Dann ist ein reicher Kindersegen garantiert. Tipp: Damit tatsächlich nichts passiert, sollten bei einer hohen Torte Stühle bereit stehen.
4. Das gemeinsame Anschneiden der Torte ist oft der Höhepunkt der Hochzeitsfeier und steht für das gemeinsame Handeln des Brautpaares. Das Messer, das dazu benutzt wird, ist mit einer Schleife verziert. Der Brauch besagt: Wer beim Anschneiden die Hand oben hat, wird auch in der Ehe das Sagen haben und die Richtung vorgeben.
5. Oft werden eine gebrannte und eine ungebrannte Kaffeebohne in die Torte eingebacken. Der Gast, der die gebrannte Bohne in seinem Kuchenstück findet, kann auf eine schnelle Verlobung hoffen. Der Gast, der auf die ungebrannte Bohne stößt, wird leider ledig bleiben.
6. Viele Paare frieren die oberste Etage der Hochzeitstorte ein und essen Sie dann gemeinsam zu einer besonderen Gelegenheit. Schöne Anlässe können der erste Hochzeitstag oder die Geburt des ersten Kindes sein. Tipp: Fragen Sie den Konditor, ob sich die Zutaten Ihrer Torte zum Einfrieren eignen.
(Ausg. 02/2010)
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