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Katja & Jens

Das Brautpaar feierte mit 150 Gästen ein wunderschönes Hochzeitsfest. Dank der liebevollen Vorbereitung von Katja und Jens erlebten die Gäste fantastische Tage und viele fanden sogar neue Freunde ...

Was war Ihnen für Ihre Hochzeitsfeier besonders wichtig?
Katja: Es sollte rauschend, offen und kommunikativ sein und allen – uns inbegriffen – möglichst viel Spaß machen und lange in Erinnerung bleiben. Alle sollten sich wohl fühlen.
Jens: Stressfrei sollte es sein. Wir kommen beide nicht aus München und unsere Verwandtschaft und viele Freunde sind über ganz Deutschland verteilt. Da es für unsere 150 Gäste wirklich aufwändig war, zu unserem Fest zu kommen, haben wir uns entschlossen, die Feier gleich auf drei Tage auszudehnen, damit es sich für alle richtig lohnt.
Katja: Das Schloss nahe Passau war ideal, denn es bietet verschiedene Säle und Räumlichkeiten für ­unbeschwertes Feiern. Wir und einige der Gäste konnten sogar im Schloss wohnen. Die anderen waren in Hotels ganz in der Nähe untergebracht. Per Shuttleservice und Kinderbetreuung während der ganzen drei Tage war dafür gesorgt, dass alle auf ihre Kosten kommen konnten.

Wie haben Sie die dreitägige Feier eingeleitet?
Katja: Freitags sind die meisten Gäste angereist und wurden in den Hotelzimmern mit einem persönlichen Brief inklusive Ablaufplan sowie kleinen Schokoladentäfelchen empfangen. Beim zünftigen „get together“ sollten sich unsere Familien und Freunde kennen lernen.
Jens: Deshalb haben wir kleine Namenskärtchen vorbereitet, die per Magnet an die Kleidung geheftet werden konnten. Auf der Rückseite des Namenskärtchens waren andere Gäste notiert, die die betreffende Person nicht kannte, mit der sie aber Gemeinsamkeiten teilt. Wir haben unsere Gäste dazu aufgefordert, diese fremden Personen zu finden und im Gespräch diese Gemeinsamkeiten herauszufinden. Für den Fall, dass man nicht darauf kommt, haben wir eine Liste zum Nachschauen ausgelegt.
Katja: Außerdem haben wir Fotos der Gäste angefordert und Kärtchen erstellt, auf denen wir unsere Gäste charakterisiert haben. Die Kärtchen wurden an einer Schnur im Treppenhaus aufgehängt. Und es hat tatsächlich funktioniert. Die Neugierde der Gäste darauf, sich gegenseitig kennen zu lernen, war riesig.
Jens: Durch die Kärtchen sind sogar recht enge Freundschaften entstanden. Zum Beispiel besuchen sich zwei Freundinnen von Katja, Nicole aus München und Johanna aus London, nun regelmäßig.

Samstag war der Tag der Trauung. Wie war die Zeremonie?
Jens:
Mir war es wichtig, dass unser Hochzeitsfest einen feierlichen Rahmen hatte. Ich bin aus der Kirche ausgetreten, eine kirchliche Trauung kam für mich nicht in Frage. Die Alternative war eine Trauungszeremonie mit einer freien Theologin. Das bedeutete für uns auch, dass wir die Zeremonie selbst planen mussten. Wir haben uns genau überlegt, was wir zueinander sagen. Unser Eheversprechen haben wir selbst geschrieben. Das hat jetzt mit den althergebrachten und ziemlich abgedroschenen Floskeln à la „ich verspreche Dir ewige Liebe und Treue“ nicht mehr viel gemein.
Katja: Mein Schwiegervater übernahm die Gestaltung des musikalischen Rahmens. So konnten wir mehrere Stücke von Familienangehörigen genießen, die Piano, Querflöte und Geige gespielt haben.
Jens: Die Theologin Beate Wagner hatte eine großartige Idee: Wir haben unsere Trauringe von unseren Familien und Freunden segnen lassen. Die Ringe hingen an einem Band und gingen durch die Reihen. Jeder hat sie kurz berührt und uns in diesem Moment einen Wunsch gewidmet. Beim Blick auf die Eheringe wissen wir heute, dass unsere Familien und Freunde für uns da sind.

Und wie war das Ja-Wort?
Katja:
Sinn und Zweck einer Trauung ist es ja, die Liebe zueinander öffentlich zu bekennen. Deshalb haben wir uns Briefe geschrieben, in denen wir unsere Liebe erklärt haben. Diese Briefe haben wir uns dann während der Zeremonie gegenseitig vorgelesen. Um uns die große Heulerei vor Publikum zu sparen, haben wir uns die Briefe aber schon ein paar Tage vorher vorgelesen. Das war ganz schön gefühlvoll für uns.
Jens: Während der Zeremonie waren wir etwas gefasster. Die Trauung war für uns wunderschön, sehr persönlich und stimmungsvoll. Genauso haben wir es uns gewünscht. Große Emotionen beim Ja-Wort und danach sollte gefeiert werden.


Wie haben Sie gefeiert?
Katja:
Zunächst mit einem Sektempfang vor dem Schloss – mit freiem Blick über das schöne Inntal. Danach haben wir im Rittersaal der Burg ein sehr köstliches Vier-Gänge-Menü genossen.
Jens: Viele unserer Freunde haben sich verschiedene Programmpunkte ausgedacht, die zum ausgelassenen Charakter des Festes beigetragen haben. Auf einer großen Leinwand wurden Videos gezeigt und es gab witzige Vorführungen. Als es dunkel wurde, haben wir gemeinsam Ballons mit Wunderkerzen fliegen lassen. Das war super romantisch.
Katja: Um die Gäste immer wieder in Bewegung zu halten, wurde das Dessert-Büffet in einem anderen Saal aufgebaut. Anschließend sind wir in den Gewölbe-Keller gezogen, um zu feiern. Die Rock’n‘Roll Band hat eine tolle Show geliefert, die DJs waren super, die Stimmung ausgelassen und wir haben bis in die Morgenstunden getanzt. (www.rootbootlegband.de)

Was passierte am Tag danach?
Jens:
Wir haben mit den Gästen im Biergarten des Schlosses spät gefrühstückt und die Erlebnisse des Abends nochmals ausgetauscht. Beim Weißwurstfrühstück unter Kastanien hatten wir einen wunderschönen Ausklang unseres Fests.

Hat sich Ihr Wunsch erfüllt?
Katja:
Wir haben wirklich eine Traumhochzeit gefeiert, bei der alles ein bisschen anders war, als wir das kannten. Es hätte für uns nicht schöner sein können. Wir haben uns rundum wohl gefühlt und haben immer wieder von unseren Gästen widergespiegelt bekommen, dass es ihnen genauso geht.

Warum haben Sie sich von den Münchner Weddinghelfern unterstützen lassen?
Katja: Wir haben uns mit nur sechs Monaten Vorlauf recht kurzfristig entschlossen zu heiraten und wollten dann nicht die darauf folgenden Wochenenden damit verbringen, nach der passenden Location zu suchen. Durch unsere Weddingplanerin wurden wir optimal bei der Locationsuche unterstützt.
Jens: Das würden wir immer wieder machen. Die Vorschläge von Barbara Sorg von den Weddinghelfern München waren genau auf uns zugeschnitten und die Zusammenarbeit hat prima geklappt. Wir haben uns an zwei Wochenenden die Locationtipps angeschaut und konnten uns dann entscheiden.
Katja: Über Barbara haben wir auch unsere Theologin und unsere DJs gebucht. Da wir sofort zu ihr Vertrauen hatten, haben wir ihren Empfehlungen blind vertraut.




(Ausg. 02/2008)


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